Schwimmunterricht gemäss Lehrplan «Volksschule Thurgau»

Obwohl die Umsetzung des Lehrplans «Volksschule Thurgau» erst ab August 2018 startet, haben die Oberthurgauer Schulen bereits jetzt die Chance, erste Erfahrungen damit zu sammeln.

Winterwasser Oberthurgau bietet ihnen die Möglichkeit, die im Lehrplan verpflichtend vor­­­-
gegebenen Basisanforderungen
zu erreichen und das dazu nötige regelmässige Üben einfach in den Unterricht zu integrieren:

  • Planbar: Dank Wetterunabhängigkeit und geografischer Nähe
  • Effektiv: Dank begrenzter und überschaubarer Raumverhältnisse
  • Persönlich: Da von der Öffentlichkeit ungestört
  • Flexibel: Dank verschiedener Wassertiefen für alle Altersklassen geeignet

Die erste Saison 2016/17 hat diese Vorteile klar bestätigt. Urs Oberholzer, Schulleiter Volksschul­-gemeinde Egnach, meint: «Die Infrastruktur der Schwimmhalle in Romanshorn bietet unseren Lehrpersonen das ideale Umfeld, um die Vorgaben des Lehrplans <Volksschule Thurgau> effektiv umzusetzen.»

Gerne informiert der Verantwortliche für die Hallenbelegung, Thomas Gerber
thomgerber@hotmail.com, über die Möglichkeiten der Schule, vom Winterwasser Oberthurgau zu profitieren.

Auszug aus dem Lehrplan «Volksschule Thurgau»

Im Lehrplan Volksschule Thurgau sind im Kompetenzbereich Bewegen im Wasser die drei Handlungsaspekte Schwimmen, ins Wasser springen und Tauchen sowie Sicherheit im Wasser zu bearbeiten. Um die geforderten Grundansprüche am Ende eines Zyklus zu erreichen, müssen die Schülerinnen und Schüler regelmässig im Wasser üben können.

Da die Voraussetzungen für das Erteilen des Schwimmunterrichts – der Zugang zu Wasserflächen mit einem vernünftigen zeitlichen und finanziellen Aufwand – nicht in allen Thurgauer Schulgemeinden gleichermassen gegeben sind, werden die Anforderungen im Kompetenzbereich Bewegen im Wasser reduziert. Es gelten verpflichtende Basisanforderungen, die von allen Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Volksschulzeit erworben werden müssen.

Darüber hinaus sind die Schulgemeinden je nach ihren Voraussetzungen frei, an den weiterführenden Kompetenzen eines Zyklus gemäss Kompetenzaufbau zu arbeiten. Der Kanton empfiehlt einen über die Basisanforderungen hinausgehenden Schwimmunterricht.

Alle Schülerinnen und Schüler absolvieren erfolgreich den Wassersicherheitscheck (WSC). Dieser beinhaltet folgende Kompetenzstufen:

  • Die Schülerinnen und Schüler können vom Rand ins tiefe Wasser rollen;
  • sie können sich eine Minute an Ort über Wasser halten;
  • sie können in frei gewählter Technik 50m schwimmen und aussteigen.

Zur Not kann eine Lehrperson den WSC ohne Übungslektionen durchführen. Falls eine Schülerin oder ein Schüler den WSC nicht besteht, soll die Möglichkeit bestehen, den Test nach einer gewissen Trainingszeit zu wiederholen.

Die Schülerinnen und Schüler können in frei gewählter Technik 100m schwimmen.

Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, im Schwimmunterricht bei mehr als 14 Schülerinnen und Schülern eine Begleitperson einzusetzen. Lehrpersonen, die Schwimmunterricht erteilen, verfügen über Kompetenzen im Rettungsschwimmen. Der Lehrplan hält als Grundanspruch im 2. Zyklus fest, dass alle Schülerinnen und Schüler sich sicher im Wasser bewegen und schwimmen können (Wassersicherheitscheck).

Die Schülerinnen und Schüler können Situationen im, am und auf dem Wasser bezüglich Sicherheit einschätzen und sich adäquat verhalten. Im Zentrum steht dabei das sichere Schwimmen. In Abhängigkeit von den einer Schulgemeinde zur Verfügung stehenden Wasserzeiten erwerben die Schülerinnen und Schüler neben den Schwimmtechniken auch ausgewählte Kompetenzen in weiteren Schwimmsportbereichen wie Wasserspringen, Tauchen oder Rettungsschwimmen.